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Josef Mecker | Keine Kommentare
17.12.2025
Unter den unfallträchtigsten Sportarten steht zwar König Fußball unangefochten an der Spitze,
wenn man die Fallzahlen betrachtet. Doch die Kosten pro Verletzung sind im Skisport mit
Abstand am höchsten, wie die Auswertung privater Unfallversicherungsfälle eines großen
deutschen Versicherers zeigt. 7.500 Euro zahlt dieser pro Leistungsfall an Skifahrer, was die
hauseigenen Analysten neben tendenziell schwereren Verletzungen auf häufig hinzukommende
Bergungs-, Reha- oder Invaliditätskosten zurückführen.
Die durchschnittlich zweitteuersten Sportunfälle ereignen sich beim Reiten. Hier zieht ein Sturz
im Schnitt rund 6.000 Euro Kosten nach sich. Am anderen, günstigen Ende der Skala rangieren
Gymnastik und Leichtathletik mit Folgekosten von 2.500 Euro pro Verletzung. Wohlgemerkt:
Kommt es zu dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen, kann die Kostenbelastung im
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Einzelfall wesentlich höher ausfallen. In der Auswertung erfasst sind zudem naturgemäß nur
Sportunfälle, für die eine private Unfallpolice abgeschlossen wurde.
Josef Mecker | Keine Kommentare
16.12.2025
Bereits 2013 fasste die EU Pläne für ein paneuropäisches Altersvorsorgeprodukt (Pan European
Personal Pension Product, kurz PEPP), das in allen Mitgliedsstaaten den gleichen Spielregeln
unterliegt, etwa bei der Besteuerung. Dadurch sollte vor allem die Übertragung in ein anderes
EU-Land wesentlich einfacher werden. 2019 erfolgte die Verabschiedung der Richtlinie, 2022
ging PEPP an den Start – und erwies sich seither als Rohrkrepierer. Europaweit haben bisher nur
zwei Anbieter entsprechende Produkte aufgelegt. Der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) macht dafür vor allem hohe bürokratische Hürden und den
starren Kostendeckel von jährlich 1 Prozent der Einzahlungen verantwortlich.
Genau hier setzt die EU-Kommission nun mit einer PEPP-Reform an. Das sogenannte Basic-PEPP
soll ohne Kostendeckel und ohne Unterhaltung nationaler Unterkonten vertrieben werden
dürfen. Zudem wird die Beratungspflicht aufgeweicht. Der GDV sieht in der avisierten
Überarbeitung einen Schritt in die richtige Richtung, während der AfW Bundesverband
Finanzdienstleistung und der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) vor
Wissenslücken und Fehlentscheidungen warnen und deshalb eine obligatorische Beratung vor
Vertragsabschluss fordern.
Josef Mecker | Keine Kommentare
09.12.2025
Gemäß Koalitionsvertrag sollte die sogenannte Frühstart-Rente eine Zeitenwende in der
Rentenpolitik markieren: den Einstieg in eine stärker kapitalgedeckte Altersvorsorge für alle.
Geplant war, den in Deutschland lebenden Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren
ab 2026 monatlich 10 Euro aus der Staatskasse zu spendieren, die in ein privates Aktiendepot
fließen. Das ursprünglich von den fünf „Wirtschaftsweisen“ eingebrachte Konzept zielt darauf ab,
die Bundesbürger frühzeitig an das kapitalgedeckte Vorsorgesparen heranzuführen und
Berührungsängste zu nehmen. Idealerweise sollen die dazu angelegten Depots auch nach dem
18. Geburtstag weiter bespart werden.
Die Gesamtkosten dafür würden sich auf rund eine Milliarde Euro jährlich belaufen. Wie jedoch
aus der aktuellen Bereinigungsvorlage zum Bundeshaushalt hervorgeht, hat die
Bundesregierung bei dem Vorhaben den Rotstift angesetzt: Lediglich 50 Millionen Euro sollen
für die Frühstart-Rente an die Deutschen Rentenversicherung überwiesen werden – das reicht
gerade einmal für einen Jahrgang. In der Folge werden also im nächsten Jahr nur die
Sechsjährigen in den Genuss der Kapitalspritze kommen. Die gesetzliche Grundlage dafür muss
allerdings noch geschaffen werden.
Josef Mecker | Keine Kommentare
04.12.2025
Wie die gesetzlichen Krankenkassen ringt auch die soziale Pflegeversicherung mit einem
enormen Defizit. In diesem Jahr wird es sich laut Schätzung des Verbands der Ersatzkassen
(vdek) auf 3,5 bis 5,8 Milliarden Euro belaufen – und in den Folgejahren wegen der alternden
Bevölkerung weiter anschwellen. Zugleich wächst mit den Eigenanteilen die finanzielle
Belastung für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige. Nach Daten des IW Köln müssen für
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vollstationäre Pflege derzeit im ersten Jahr durchschnittlich knapp 3.000 Euro pro Monat
zugezahlt werden.
„In der Pflege herrscht dringender Reformbedarf“, meint deshalb nicht nur der vdek. Eine BundLänder-Arbeitsgruppe namens „Zukunftspakt Pflege“ hat bereits Eckpunkte für eine Reform
formuliert – und erkennen lassen, dass es keine umwälzenden Neurungen geben wird. Solche
fordern unterdessen mehrere Verbände wie der Paritätische und Gewerkschaften von IG Metall
bis ver.di: Ihnen zufolge sollte eine Pflegevollversicherung geschaffen werden, die sämtliche
Pflegekosten schultert und zur Finanzierung Besserverdienende stärker heranzieht. Laut einer
forsa-Umfrage wünschen sich das auch knapp zwei Drittel der Bundesbürger, während lediglich
18 Prozent für eine verpflichtende private Pflegevorsorge optieren.